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SYN 11·2015 künstlich. Ambivalenzen des Artefakts

15,00

Hg.: Marlene Grois, Wera Hippesroither, David Hoffmann
Reihe: SYN. Magazin für Theater-, Film- und Medienwissenschaft
Bd. 11, 2015, 149 S., broschiert
ISBN 978-3-643-50721-1
ISSN 2222-3185

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Produktbeschreibung

Hg.: Marlene Grois, Wera Hippesroither, David Hoffmann
Reihe: SYN. Magazin für Theater-, Film- und Medienwissenschaft
Bd. 11, 2015, 149 S., broschiert
ISBN 978-3-643-50721-1
ISSN 2222-3185

SYN betrachtet verschiedenste Ausformungen des Synthetischen, Produzierten, Imitierenden und Ausgestellten. Was bedeutet die Zusammenführung von Technologien mit dem menschlichen Körper? Wie transportieren diverse mediale Darstellungsformen politische Inhalte? Was bedeutet es, etwas zu reproduzieren und möglicherweise sogar in ein neues Medium zu transformieren? In welchem Zusammenhang stehen verschiedene Modi künstlerischen Schaffens zu unserem Verständnis von Identität, gesellschaftlichen Gegebenheiten und Erkenntnis? Wie bedingen sie einander?

Jenes, das künstlich ist, also ein Produkt oder Akt – ob nun kultureller, wissenschaftlicher, technischer, beziehungsweise technowissenschaftlicher Provenienz – wird in einem herkömmlich irrigen Verständnis allzu oft als rein einem Bereich des Natürlichen oder Gewordenen (im Gegensatz zum Gemachten) Entgegengestelltes und Untergeordnetes verstanden. In dieser Position gilt es als dem Natürlichen entweder nachahmend Abgerungenes oder penetrant Aufgezwungenes. Dem Natürlichen werden in einem normativ dichotomen Konstrukt Eigenschaften des Authentischen, Positiven und Wahren zugeschrieben, das Künstliche im selben Atemzug mit gegenteiligen Zuschreibungen versehen und in eine diesem untergeordnete Stellung gerückt. Derartige Perspektiven greifen jedoch zu kurz, denn das Künstliche umfasst begrifflich mehr als ein minderwertiges Antonym zum oder eine Nachahmung des Natürlichen.

Die vorliegende Auswahl an Texten versucht, den Standpunkt des Künstlichen einzunehmen, um unter anderem zu zeigen, dass dieser nicht nur eine in Anomalem, Falschem oder Unechtem zu suchende Negativgattung beschreibt – womit diese Differenz selbst infrage gestellt werden soll.

Beiträge von: Philip Gruber, Elke Haberl, Rosa Liebe, Martin Mader, Matthias Nothnagel, Peter Palme, Clara Podlesnigg, Rebecca Röger, Sonja Weissberg

Interviews mit: Claudia Bosse, Rudolf Polanszky